Lipid-Apherese zur Senkung des Cholesteringehaltes im Blut
Die meisten Fettstoffwechselstörungen sind mit einem erhöhten Cholesterinspiegel verbunden. Um eine Fettstoffwechselstörung zu minimieren, muss man den Cholesterinspiegel im Blut senken. Menschen mit familiärer Hypercholesterinämie ist es oft trotz geeigneter Diät oder medikamentöser Behandlung nicht möglich, ihren deutlich überhöhten LDL-Cholesterinspiegel ausreichend zu senken. Da ein überhöhter LDL-Cholesterinspiegel zu Ablagerungsprozessen in den Arterien führen kann, leiden Patienten mit dieser Störung des Fettstoffwechsels oft frühzeitig an Gefäßverkalkung (Arteriosklerose).
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Die Lipid-Apherese (auch LDL-Apherese genannt) kann bei diesen Patienten den Gehalt des LDL-Cholesterins senken: das Blut wird außerhalb des Körpers vom unerwünschten LDL-Cholesterin befreit und anschließend dem Patienten zurückgegeben. Die Behandlung wird durch modernste Medizingerätetechnik exakt gesteuert und permanent überwacht.
Mit der Lipidfiltration bietet DIAMED eine Behandlungsmethode zur effektiven, sicheren und verträglichen Senkung des LDL-Cholesteringehalts im Blut.
Haben Sie Fragen zur Lipid-Apherese? Sprechen Sie uns an! info@diamed.de
LDL-Cholesterin
Durch die Nahrung nehmen wir viele verschiedene Fette auf. Ein bestimmter Fettgehalt im Blut ist daher normal. Fette dienen dem menschlichen Körper zu 90% als Energiespeicher, aber auch als Bausubstanz für körpereigene Stoffe. Zu den lebenswichtigen Lipiden (= Fette oder fettähnliche Stoffe) zählt das Cholesterin. Es wird vom Körper maßgeblich zur Herstellung von Hormonen benötigt.
Die mit der Nahrung aufgenommenen Fette werden im Blut transportiert. Fette sind jedoch nicht wasserlöslich, daher binden sie im Blut an Eiweißstoffe und es bilden sich sogenannte Lipoproteine (Lipo = Fett). Fettstoffwechselstörungen äußern sich vor allem in einer Vermehrung eines oder mehrerer Lipoproteine.
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Je nach Größe und Dichte werden die Lipoproteine in unterschiedliche Gruppen eingeteilt:
- Low-density-Lipoproteine (LDL): „böses“ Cholesterin
- High-density-Liporoteine (HDL): „gutes“ Cholesterin
Wenn der Gehalt an LDL-Cholesterin im Blut zu hoch ist, kommt es zu Ablagerungen an den Gefäßwänden. Die Blutgefäße werden enger und das Blut kann nur noch erschwert fließen. Durch die Ablagerungen werden die Gefäße auf Dauer beeinträchtigt.
Somit ist die Konzentration an LDL-Cholesterin im Blut ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose). HDL-Cholesterin hingegen wirkt den Ablagerungen entgegen und übernimmt somit eine Schutzfunktion für Gefäße und Organe.
Lipoprotein(a) – das heimtückische „dritte Cholesterin“
Mehr und mehr gewinnt ein weiteres Lipoprotein an Bedeutung – das sogenannte Lipoprotein(a), oft als „Lp(a)“ abgekürzt. Es ist in seiner Struktur dem „bösen“ LDL-Cholesterin sehr ähnlich. Lipoprotein(a) ist heute bereits als unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung der Arteriosklerose bzw. einer koronaren Herzerkrankung (KHK) anerkannt. Das mit Lipoprotein(a) verbundene Risiko betrifft dabei vor allem das frühzeitige Auftreten einer arteriellen Gefäßerkrankung. Desweiteren kann Lipoprotein(a) die von LDL-Cholesterin ausgehende Gefährdung noch verstärken. Diese Kombination aus gleichzeitig erhöhtem LDL-Cholesterin und Lipoprotein(a) im Blut wird von Fachkreisen als besonders risikoreich gesehen.
Wieviel Lipoprotein(a) sich bei jedem einzelnen von uns im Blut befindet, ist in hohem Maße erblich bedingt. Ab einem Wert von über 30 mg/dl gilt das Risiko für eine koronare Herzerkrankung derzeit als erhöht.
| Kennen Sie Ihren Lp(a)-Wert? |
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| LDL-Cholesterin (links) und Lipoprotein(a)-Molekül. |
Mit Hilfe der Lipid-Apherese ist es möglich, den Lp(a)-Wert zu senken. Das von DIAMED Medizintechnik angebotene Verfahren der Lipid-Apherese, die Lipidfiltration, kann Lipoprotein(a) um weit mehr als 60% pro Therapiesitzung senken. Derzeit werden Qualitätskriterien der Therapie ausgearbeitet, die bislang eine ca. 50%ige Absenkung des Lp(a)-Wertes beinhalten. Damit sollte das Fortschreiten der koronaren Herzerkrankung erkennbar unterbrochen werden.
Die Indikation zur Lipid-Apherese kann jedoch nicht allein an der Höhe von Lipoprotein (a) festgemacht werden. Vielmehr muß das jeweilige kardiovaskuläre Gesamt-Risikoprofil und der individuelle Krankheitsverlauf berücksichtigt werden. Darüberhinaus ist es wichtig zu erfahren, ob in der Familie des Patienten bereits ähnliche Erkrankungen aufgetreten sind.
Wann ist eine Lipid-Apherese angezeigt?
- LDL - Gehalt im Blut ist entweder ohne oder mit Therapie > 100 mg/dL und
- Lipoprotein(a) - Gehalt im Blut ist > 60 mg/dL und
- Die koronare Herzerkrankung schreitet trotz optimaler Therapie fort
Weitere Informationen:
- Lipid-Apherese und Erstattung
- Pressemitteilung 20. Juni 2008: Neubewertung durch den gemeinsamen Bundesausschuss - Lipid-Apherese bei Lipoprotein(a)-Erhöhung wird GKV-Leistung
Häufig gestellte Fragen
Wann wird die Lipid-Apherese durchgeführt?
Die Lipid-Apherese (auch LDL-Apherese genannt) wird durchgeführt, wenn trotz maximaler Diät und medikamentöser Therapie das LDL-Cholesterin nicht ausreichend gesenkt werden kann. Bitte beachten Sie, dass bei zusätzlichen Risikofaktoren wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen der LDL-Zielwert, der erreicht werden muss, niedriger ist.
Patienten mit erhöhtem Lipoprotein(a) und einer fortschreitenden Herz-Kreislauferkrankung (koronare Herzerkrankung, periphere arterielle Verschlusskrankheit, zerebrovaskuläre Erkrankungen) werden ebenfalls mit der Lipid-Apherese behandelt. Lipoprotein(a) kann mit den heute verfügbaren Medikamenten alleine nur um höchstens 20 – 30% abgesenkt werden.
Ersetzt die Lipid-Apherese cholesterinsenkende Medikamente?
Um insgesamt eine ausreichende Absenkung zu erzielen, müssen cholesterinsenkende Medikamente weiter eingenommen werden.
Wo werden Lipid-Apheresen durchgeführt?
Die Lipid-Apherese ist ein Blutreinigungsverfahren und wird daher von vielen Ärzten durchgeführt, die auch Dialysen anbieten. Daneben gibt es auch spezialisierte Apheresezentren und Fachabteilungen von Kliniken und Krankenhäusern, die Lipid-Apheresen anbieten. Die Experten des Apherese ForschungsInstituts beraten Sie gerne.
Wie häufig muss die Lipid-Apherese durchgeführt werden?
Die Behandlung erfolgt in der Regel einmal pro Woche oder auch 14-tägig.
Wie lange dauert eine Lipid-Apherese?
Eine einzelne Behandlung dauert etwa 1,5 bis 3 Stunden.
Wie wird die Lipid-Apherese durchgeführt?
Die Lipid-Apherese wird ambulant durchgeführt, Sie können nach der Behandlung Ihrem normalen Tagesablauf weiter folgen. Während der Lipid-Apherese nehmen Sie auf einer Liege Platz und können z.B. fernsehen. Das Bild zeigt eine Lipid-Apherese in einem Apheresezentrum.
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Wird die Lipid-Apherese von den Krankenkassen übernommen?
Die Kosten der Lipid-Apherese werden von den Krankenkassen komplett übernommen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Näheres hierzu erläutert Ihnen der spezialisierte Arzt.
Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich, Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt zu halten.
Zum besseren Verständnis von weiteren Fachbegriffen besuchen Sie gerne auch unser Glossar.
Haben Sie Fragen zur Lipid-Apherese? Sprechen Sie uns an! info@diamed.de
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© DIAMED Medizintechnik GmbH, Februar 2012






