Therapeutische Apherese

Plasmatherapie und Vollblutverfahren – Überblick

Als Plasmatherapie wird die Entfernung krankmachender (pathogener) Substanzen aus der Blutflüssigkeit (Plasma) bezeichnet. Hierzu wird das Blut des Patienten im ersten Schritt in Blutzellen und Plasma aufgetrennt. Das Plasma wird dann entweder verworfen und durch eiweißhaltige Ersatzlösungen ausgetauscht (Plasmaaustausch) oder durch spezifische Filtrations- oder Adsorptionsverfahren von pathogenen Substanzen befreit. Das so gereinigte Plasma wird dem Patienten anschließend zusammen mit den zuvor abgetrennten Blutzellen zurückgegeben.

kreislauf_apherese Therapeutische Apherese: Schematische Darstellung des Plasmaaustauschs (A) und der selektiven Apherese (B).

Therapieverfahren, bei denen das Blut nicht in Blutzellen und Plasma aufgetrennt wird, werden als Hämoperfusions- oder Vollblutverfahren bezeichnet. Hierbei wird das komplette Blut über einen Adsorber oder Filter geleitet, um pathogene Substanzen oder bestimmte Blutzellen zu entfernen.

Die Entnahme des Blutes erfolgt bei ambulant durchgeführten Therapien (z.B. Rheopherese®) in der Regel über eine Armvene. Bei Therapien in akuten Erkrankungssituationen, die im klinischen Intensivbereich durchgeführt werden (z.B. Leberpherese®), wird das Blut über einen dort üblichen zentralen Zugang entnommen.

Diamed bietet maßgeschneiderte Therapieverfahren für eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen an. Für weitere Informationen zu den Therapieverfahren von Diamed wählen Sie bitte ein Thema aus der Übersicht auf der linken Seite.

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© Diamed Medizintechnik GmbH, März 2010